Mit der Carbon Removal and Carbon Farming (CRCF) Regulation (EU/2024/3012) hat die EU grundlegende, gemeinsame Standards für den Nachweis dauerhafter CO₂-Entnahmen, kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung sowie der CO₂-Bindung in Produkten festgelegt. Sie sind Voraussetzung für einen freiwilligen Markt für Zertifikate, der die Akzeptanz und das Vertrauen aller Akteure genießt. Dies ist ein Baustein den Klimaschutz in der Landnutzung weiterzuentwickeln. Gleichzeitig können dadurch attraktive Anreize für Wertschöpfung in unseren ländlichen Räumen geschaffen werden.
Auf der Tagung CRCF – Chancen und Anwendung für die Land- und Forstwirtschaft des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) am 23. Juni 2026 steht der Bereich Carbon Farming, also die CO2-Entnahme durch landnutzungsgebundene Aktivitäten, im Fokus. Die Wiedervernässung von Mooren, die Anlage von Agroforstsystemen, die Neuanlage von Wäldern oder der Humusaufbau in den Böden bergen Chancen für den Klimaschutz, wenn sie in größerem Maßstab umgesetzt werden und die Kriterien „dauerhaft“ und „zusätzlich“ erfüllen. Gleichzeitig ergeben sich dadurch wirtschaftliche Möglichkeiten und neue Einkommensquellen für die Land- und Forstwirtschaft. Zusammen mit den einheitlichen und umfassenden Standards der CRCF-Regulierung bietet sich damit die Chance, Landnutzung und Klimaschutz zu stärken, bei gleichzeitiger Minimierung eines Risikos von Greenwashing.
Veranstaltungstermin: 23. Juni 2026
Veranstaltungsort: Berlin & online
Weitere Informationen zum Programm sowie Anmeldung
Veranstaltungshinweis der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

