Bei den vielfältigen Überlegungen, wie wir unsere Wälder resilienter gegenüber dem fortschreitenden Klimawandel machen können, bilden der Boden und der Wasserhaushalt zwei entscheidende Grundlagen. An unserem gleichnamigen Waldthemennachmittag wollen wir Ihnen drei spannende Forschungsprojekte in diesem Kontext vorstellen und mit Ihnen diskutieren.
• Im forstlichen Umweltmonitoring gibt es bisher keine Informationen zur Wasserbilanz der Bäume. Mit dem Einsatz neuer Technik zur Transpirationsmessung trägt das Projekt „Wald, Wasser und Transpiration WWT“ zum besseren Verständnis des Wasserhaushalts bei. Auf diese Weise können die Grenzen der Anpassungsfähigkeit von Waldbeständen besser eingeschätzt werden. Darüber hinaus können die Projektergebnisse dazu beitragen, die Auswirkungen von Klima- und Klimawandelprojektionen fundierter abzuschätzen.
• Moose haben im Wald erheblichen Einfluss auf die Wasserretention im Boden, die Bodenstruktur und die CO2-Speicherung. Im Fokus des Projekts AnKliMoos standen die Trockenresistenz von Waldbeständen, der Erosionsschutz an Störungsstellen, die Kohlenstoffbindung und die Frage, wie sich diese Effekte vielleicht sogar fördern lassen.
• Im Mittelpunkt des letzten Vortrags sollen zukunftsweisende Baumarten stehen, bzw. die Frage, ob sich durch entsprechende Mischungen derselben der Wasserhaushalt und damit die Resilienz der Wälder in Dürresituationen verbessert. Interessante Ergebnisse gab es im Projekt KomKon unter anderem zur Umverteilung des Bodenwassers durch die Eiche.
Datum: 26. Mai 2026
Uhrzeit: 14:00 – 16:00 Uhr
Ort: Online (Webex)
Die Veranstaltung richtet sich an Waldbesitzende, Forstleute, Verwaltungen, Wissenschaft sowie alle, die sich für die Zukunft unserer Wälder im Klimawandel interessieren. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Weitere Informationen & Anmeldung:
https://veranstaltungen.fnr.de/wald-seminare/programm/boden-und-wasserhaushalt
Veranstaltungshinweis der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, 11.05.2026

